Aus einem toten Abflussgraben wird wieder ein Bach – ein langgestrecktes Ökosystem.
Die Baumaßnahmen zum Rückbau eines unüberwindbaren Absturzes und zur Anlage von strukturreichen Mäandern konnten im Frühjahr 2026 abgeschlossen werden. Der Höhenunterschied wurde durch verschiedene Becken in naturnaher Bauweise langsam abgebaut. Das Gewässer ist jetzt für Wasserlebewesen wieder durchwanderbar.
Teile des alten begradigten Bachlaufes wurden als Altwasserbereiche belassen. Hier finden Amphibien künftig wertvolle Habitate.
Am Ufer wurden aus Totholz und Wasserbausteinen mehrere Habitate für Reptilien angelegt. Wir freuen uns schon sehr darauf, hier bald die ersten Schlangen und Eidechsen am Bach begrüßen zu dürfen.
Durch die Mäander wurde dieser Bereich unseres Baches deutlich breiter. Diese Struktur kommt auch den Landwirten und der Gemeinde bei künftigen Hochwassersituationen entgegen. Da der Bach jetzt deutlich mehr Platz hat und der alte Bachlauf zum Teil auch noch zur Verfügung steht, kann hier bei Hochwasser deutlich mehr Wasser aufgenommen werden als früher im engen und begradigten Gerinne. Die Gefahr der Überflutung von angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen ist so deutlich geringer.
Im Herbst 2026 werden noch Ufergehölze angepflanzt. Ufergehölze sind ein wichtiger Teil des Ökosystems Bach. Sie sorgen für die Beschattung des Gewässers, bieten Unterstände für Fische und sind wichtige Habitate für Vögel, Insekten und viele andere Tiere. Wenn die Ufervegetation zurück ist, ist dieses kleine Fließgewässer im Renaturierungsbereich ökologisch wieder intakt.






Auf dem nachfolgenden Bild zur Halbzeit des Bauvorhabens ist oben noch der begradigte alte Bachlauf zu erkennen. Im unteren Bereich sind bereits die neuen Strukturen und Mäander fertig gestellt.






