Schaffung eines Laichplatzes für kieslaichende Fischarten
Durch Querverbauungen, Stauhaltungen und Uferbefestigungen ist der natürliche Transport von Flusskies im Lech - und auch in unserer Lechstrecke - weitestgehend unterbrochen und somit vielerorts verloren gegangen. Infolgedessen ist die ehemals vorhandene Kiesauflage bis auf das harte Untergrundmaterial (Flinz) abgetragen oder in Stauräumen aufgrund der starken Sedimentationsprozesse verschlammt.
Gerade frisch umgelagerter und lockerer Kies ist für die meisten typischen Flussfischarten des Lechs überlebensnotwendig. Arten wie z. B. Äsche, Nase, Barbe oder Huchen benötigen das lockere Material als Laichplätze zur Reproduktion. Derzeit stehen im Lech etwa 90 % der Kieslaicher auf der Roten Liste. Die Populationen der einzelnen Arten sind teilweise auf inselartige Restbestände zusammengeschrumpft.
Auf Initiative des Landesfischereiverbands Bayern e.V. wurde daher das Projekt "Kies für den Lech" ins Leben gerufen. Ziel ist es durch künstliche Einbringung von Kies Laichplätze zu schaffen und somit zu einer natürlichen Arterhaltung beizutragen.

Im Rahmen dieses Projektes ist es uns gelungen, nach einem Jahr überaus zielgerichteter und angenehmer Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband Bayern e. V. und dort insbesondere mit Johannes Schnell, auch für unsere Lechstrecke eine Kiesbank realisieren zu können. Im März 2009 war es dann endlich so weit. Am �Äschenplatz" wurden große Mengen Kies eingebracht und von der Firma Wilhelm Sailer zu einer ca. 18 m auf 60 m großen Kiesbank geformt.

An anderen Stellen des Lechs erfolgten bereits entsprechende Kieszugaben und die Ergebnisse waren sehr erfolgreich. So konnten an allen errichteten Laichplätzen Reproduktionserfolge nachgewiesen werden. Daher gehen auch wir davon aus, dass unsere Kiesbank von den Fischen gut angenommen werden wird und sich während der Laichzeit dort die Fische zur Fortpflanzung einstellen werden.

Dankeschön...
... möchten wir allen sagen, die uns bei diesem großen Projekt unterstützt haben. Das sind insbesondere

der Landesfischereiverband Bayern e.V.
der Fischereiverband Oberbayern e.V.
die Firma E.ON
das Wasserwirtschaftsamt Weilheim
der Landrat Herr Walter Eichner
die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Landsberg
die Sparkassen Stiftung
die Bundeswehr bzw. Das Jagdbombergeschwader 32
die Firma Wilhelm Sailer
die Gemeinde Scheuring
die Raiffeisenbank Weil und Umgebung eG
sämtliche Vereinsmitglieder, die sich großartig für dieses Projekt engagiert haben.


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